Vorweg. Jetzt habe ich eine Zeit lang geschrieben, Argumente, Zahlen und Fakten gesammelt und mir graust’s. Ich habe verschiedene Punkte angesprochen. Lass sie auf dich wirken. Alle Dinge zusammen begründen den Titel. Pandemie der Profitg(e)ier. Egal ob Medien oder Medikamente, es geht um’s Geld.
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Ich hab’s mich ja schon mehrfach gefragt. Warum zum Teufel lassen wir uns von Medienberichten so dermaßen Manipulieren? Wir wissen doch genau, wie die Besitzverhältnisse sind. Wer profitiert und wer kontrolliert. Vor Augen geführt hat mir dies erst unlängst dieses Video
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Letztens habe ich auch über die zunehmende Berichterstattung von Schwerverbrechen in den USA gelesen, trotz zweistelliger Abnahme der Schwerkriminalität. (Den Link finde ich leider nicht mehr)
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Und heute bekomme ich dieses Mail:
Mexikanische Gedanken zur Schweinegrippe:
Pandemie der Profitg(e)ierAus der mexikanischen Tageszeitung “La Jornada”
Auf der Erde sterben jedes Jahr 2 Mio. Menschen an der Malaria, die ganz einfach durch ein Moskitonetz geschützt werden könnten. Und den Nachrichten ist es keine Zeile wert.
Auf der Erde sterben jedes Jahr 2 Mio. Mädchen und Jungen an Durchfallerkrankungen, die mit einer isotonischen Salzlösung im Wert von ca. 25 Cent behandelt werden könnten. Und den Nachrichten ist es keine Zeile wert.
Die Masern, Lungenentzündungen und andere mit relativ preiswerten Impfstoffen heilbare Krankheiten haben jedes Jahr bei fast 10 Mio. Menschen den Tod zur Folge. Und den Nachrichten ist es keine Zeile wert.
Aber als vor einigen Jahren die famose “Vogelgrippe” ausbrach, überfluteten uns die globalen Informationssysteme mit Nachrichten. Mengen an Tinte wurden verbraucht und beängstigende Alarmsignale ausgegeben. Eine Epidemie, die gefährlichste von allen!
Eine Pandemie!
Die Rede von der schrecklichen Krankheit der Hühner ging um den Globus.
Und trotz alledem, durch die Vogelgrippe kamen weltweit “nur” 250 Menschen zu Tode. 250 Menschen in zehn Jahren, das sind im Durchschnitt 25 Menschen pro Jahr.
Die normale Grippe tötet jährlich weltweit ca. 500.000 Menschen. Eine halbe Million gegen 25 !
Einen Moment mal. Warum wird ein solcher Rummel um die Vogelgrippe veranstaltet?
Etwa, weil es hinter diesen Hühnern einen “Hahn” gibt, einen Hahn mit gefährlichen Spornen ?
Der transnationale Pharmariese Roche hat von seinem famosen Tamiflu zig Millionen Dosen alleine in den asiatischen Ländern verkauft. Obgleich Tamiflu von zweifelhafter Wirksamkeit ist, hat die britische Regierung 14 Mio. Dosen zur Vorsorge für die Bevölkerung gekauft. Die Vogelgrippe hat Roche und Relenza, den beiden Herstellern der antiviralen Produkte milliardenschwere Gewinne eingespült.
Zuerst mit den Hühnern, jetzt mit den Schweinen. Ja, jetzt beginnt die Hysterie um die Schweinegrippe. Und alle Nachrichtensender der Erde reden nur noch davon. Jetzt redet niemand mehr von der ökonomischen Krise, den sich wie Geschwüre ausbreitenden Kriegen oder den Gefolterten von Guantanamo.
Nur die Schweingrippe, die Grippe der Schweine?
Und ich frage mich …, wenn es hinter den Hühnern einen großen Hahn gab, gibt es hinter den Schweinen ein “großes Schwein”?
Was sagt ein Verantwortlicher der Roche dazu? “Wir sind sehr besorgt um diese Epidemie, soviel Leid …! Darum werden wir das wundervolle Tamiflu zum Verkauf anbieten.”
“Und zu welchem Preis verkaufen sie das wunderbare Tamiflu?” “OK, wir haben es gesehen. 50 US $ das Päckchen.” “50 US $ für dieses Schächtelchen Tabletten?” “Verstehen Sie doch, meine Dame, die Wunder werden teuer bezahlt.” “Das, was ich verstehe, ist, dass diese multinationalen Konzerne einen guten Gewinn mit dem Leid der Menschen machen.
Die nordamerikanische Firma Gilead Sciences hält das Patent für Tamiflu.
Der größte Aktionär dieser Firma ist niemand weniger als die verhängnisvolle Person, Donald Rumsfeld, der frühere Verteidigungsminister der US-Administration George W. Bushs, der Urheber des Irak-Krieges. Die Aktionäre von Roche und Relenza reiben sich die Hände, sie sind glücklich über die neuen Millionen-Gewinne mit dem zweifelhaften Tamiflu.
Die wirkliche Pandemie ist die Gier, die enormen Gewinne dieser “Gesundheitssöldner”.
Wir sind nicht gegen die zu treffenden Vorbeugemaßnahmen der Einzelnen Staaten. Aber wenn die Schweinegrippe eine so schreckliche Pandemie ist, wie sie von den Medien angekündigt wurde, wenn die Weltgesundheitsorganisation um diese Krankheit so besorgt ist, warum wird sie dann nicht zum Weltgesundheitsproblem erklärt und die Herstellung von Generika (billigere “no-name Medikamenten”) erlaubt, um sie zu bekämpfen? Das Aufheben der Patente von Roche und Relenza und die kostenlose Verteilung von Generika in allen Ländern, die sie benötigen, besonders in den ärmeren, wäre die beste Lösung.
Übermitteln Sie diese Nachricht nach allen Seiten, so wie es mit Impfstoffen gemacht wird, damit alle diese Seite der Realität dieser “Pandemie” erkennen.
Anmerkungen:
- Ich habe natürlich versucht die Zahlen und den Artikel an sich kritisch zu hinterfragen.
- Ich konnte den Artikel auf Spanisch nicht finden, er soll angeblich in der mexikanischen Tageszeitung “La Jornada” erschienen sein.
- Wikipedia zu den Zahlen bzgl Malaria: “Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben weltweit jährlich knapp eine Million Menschen an Malaria, etwa die Hälfte von ihnen sind Kinder unter fünf Jahren. 90 % der Erkrankten leben auf dem afrikanischen Kontinent. Die Zahl der jährlichen Neuerkrankungen wird auf 300.000-500.000 Fälle geschätzt. Insgesamt gab es 2006 247 Millionen Infizierte.”
- Wikipedia zu Durchfall: “Bei andauerndem Durchfall können die Dehydratation und der Elektrolytverlust zum Tode führen.” Wieviele Menschen jährlich sterben konnte ich nicht feststellen. Die Ausführung legt aber nahe, dass dies leicht verhinderbar wäre. (Wasser und Elektrolyte sind nicht extrem teuer!)
- Bezüglich Masern konnte ich zwar keine Zahlen finden, aber Wikipedia weiß etwas über die weltweite Situation. Die Aussage kann ich nicht belegen, sie klingt aber plausibel.
- Wikipedia spricht von 262 gesicherten Todesfällen bezüglich der Vogelgrippe und kritisiert Zahlen verschiedener Länder.
- Ich konnte nicht herausfinden, ob Rumsfeld größter Aktionär ist, fette Kohle macht er sehr wohl (Wikipedia oder Spiegel Online)
- Ich habe nicht herausgefunden, ob es tatsächlich eine Möglichkeit gibt eine Krankheit zu einem Weltgesundheitsproblem zu erklären und damit die Patentrechte auszusetzen und Generikaproduktion zu erlauben.
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Und weil’s so schön ist noch zwei Dinge, die mir letztens über den Weg gelaufen sind.
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“Werbung hat gegenüber Forschung und Entwicklung deutlich Vorrang” schreibt die Süddeutsche Zeitung und berichtet, dass Pharmakonzerne in den USA doppelt soviel Geld für Werbung ausgeben als für Forschung, in Europa “nur” zwischen 30 und 50 Prozent ihrer Einnahmen.
Trotzdem sehen sich die Unternehmen häufig mit dem Vorwurf konfrontiert, es ginge ihnen nicht um die Linderung von Leid, sondern lediglich um den Profit. Und das nicht ohne Grund.
Eigentlich ist das ja richtig blöd, denn wir können die Medikamente nicht kaufen. Warum es (in dieser Verblödeten Konsumgesellschaft, die sich einbildet “frei” zu sein) doch Sinn macht, erklärt Barry Schwartz hier, entweder ab min 3:42 oder 4:37. (Das ganze Video ist eine Sehempfehlung)
In dem Zusammenhang möchte ich auf meinen Blogartikel “Antibiotika, Gerechtigkeit und Politik” in dem ich argumentiert habe, warum der Konsum von (und auch die Anfälligkeit auf Werbung für) Medikamente mit der politischen Reife eines Landes zusammen hängt.
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Und auf das letzte Schmankerl der Perversität hat mich Volker Pisper vor einiger Zeit hingewiesen. In einem dieser Videos sagt er:
Als Südafrika, ein Land, in dem jedes Jahr eine Million Menschen an AIDS sterben, den Westen bat, auf die Rechte aus Patentschutz zu verzichten, um die südafrikanische Bevölkerung (und nur die!) mit Medikamenten zu versorgen, die die Leiden lindern und die Krankheit der Infizierten um viele Jahre hinauszögern könnten, die Südafrikaner also alles selbst gemacht hätten und von den westlichen Pharmafirmen nur die Erlaubnis brauchten, es zu tun, da sagten die USA in Person ihres Präsidenten Bush, dass die kostenlose Versorgung mit Medikamenten den Prinzipien des freien Marktes widerspräche.
Als in den USA die Milzbrandbriefe kursierten und fünf US-Bürger betroffen waren, da war die deutsche Firma Bayer als einzige in der Lage, ein Medikament zu liefern, und versprach sich von der Panik-Bevorratung ein Riesengeschäft. Da deuteten die USA nur zart an, dass sie sich um das Bayer-Patent einen Dreck scheren würden. Grund: “nationaler Notstand”. Schon musste Bayer sein Milzbrand-Medikament zum halben Preis liefern.
Die Welt hat unter anderem 2001 über diese Perversität berichtet.
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Ich finde, dass es so nicht weitergehen soll. Wenige haben viel, viele verhungern. Das sind nicht die Zustände, die ich haben will und ich bin überzeugt, die wenigsten von euch. Die Frage stellt sich: Was kann ich tun? Und die Antwort ist ganz simpel. Nachdenken und Mitmachen. Jeder hat gute Ideen, jeder hat eine Stimme. Erheb sie. Egal ob in einer Partei, einer Organisation (Greenpeace, ATTAC, Innitiative Zivilgesellschaft) oder im Freundeskreis. Informier dich. Ließ Zeitung, hör Radio und vor allem stell Fragen!
Schließen möchte ich mit einem Zitat: “Viele kleine Leute, die in vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, können das Gesicht der Welt verändern.“
