Was sind die größten Probleme unserer Zeit, welche Aspekte umfassen sie und gibt es Lösungen?
Wachstum
Verteilung
Ressourcenknappheit
Bildung schafft Zukunft
politische Entscheidungsfindung
Wachstum. Das Wachstumsparadigma ist der elementarste Glaubenssatz unserer Zeit: Nur durch (exponentielles) Wachstum lässt sich Wohlstand schaffen, sichern und ausbauen. Diese Grundannahme zwingt uns immer schneller zu laufen und immer mehr zu konsumieren. Ob wir wollen oder nicht. Ob uns das glücklich macht oder nicht. Andere Aspekte der Wachstumsproblematik sind Fragen des Finanzsystems (Zinseszins), Weltbevölkerung (->Verteilung) und Rohstoffnachfrage (-> Ressourcenknappheit).
Verteilung. In Masse der Bevölkerung der (westlichen) Industrienationen macht sich die Angst breit. Die “working poor” beginnen trotz Vollzeitarbeit zu hungern, der “Mittelstand” kämpft mit dem sozialen wie wirtschaftlichen Abstieg während die Eliten es sich Richten können. Die Vermögensverteilung spitzt sich weiter zu. Die sozialen Spannungen steigen. Durch die Digitale Revolution wird die globale Ungerechtigkeit der Verteilung des vorhandenen Kuchen auch für die bisher “ärmeren Länder” in seinem vollen Ausmaß ersichtlich (-> Informationsasymmetrie). Während Europa mit sich selbst beschäftigt ist kauft China ganz Afrika auf (-> Ressourcenknappheit).
Ressourcenknappheit. Die fortschreitende Industrialisierung der Schwellenländer zeigt erst das wahre Ausmaß des Ressourcenhungers von Ländern wie Indien, Brasilien oder China mit -> Wachstumsraten im zweistelligen Prozentpunktebereich. Peak Oil, eigentlich peak everything lässt erahnen vor welchen sozialen Umwälzungen (-> Verteilung) und -> politischen Grundsatzentscheidungen wir im kommenden Jahrhundert stehen werden.
Bildung schafft Zukunft. Welche Bildung wollen wir? Junge Menschen werden zu Konkurrenz statt zur Kolaboration erzogen. Im Westen verbringen sie den Großteil ihrer Kindheit vorm Fernseher oder hinter Gittern (Zäunen). Selbsterfahrung ist kaum möglich. In der Schule werden sie mit Frontalunterricht gelangweilt bis ihre Neugierde, ihr Wissensdurst und ihre Kreativität auf ein Minimum reduziert wurde währen in den ärmeren Ländern gar keine Bildungseinrichtungen existieren.
Politische Entscheidungsfindung. Angesichts der Vielzahl an gesellschaftlichen Umwälzungen (-> Verteiung, ->Ressourcenknappheit, -> Wachstum) aber auch deren weitreichenden Folgen (Klimawandel) wird die internationale Zusammenarbeit der globalen Player immer wichtiger. Aber vor allem den politischen Akteuren sind die Hände gebunden – neben einer systemimmanenten Ideenlosigkeit ist der Druck Partikularinteressen über das Gemeinwohl (-> Verteilungsfragen) zu stellen unzumutbar.
Meiner Meinung nach sind dies die großen Problemkomplexe – mit ihrer Vielzahl an Facetten – die es in diesem Jahrhundert zu lösen gilt. Aber die Zeit drängt. Einige Lösungsansätze zur Diskussion in den Raum geworfen:
Lebensqualität von Konsum entkopplen
Weg mit dem Wachstumsparadigma
Kompetenzen nach unten (Region) und nach oben (Transnational) abgeben
Posted by Armin Soyka on Donnerstag, 4 Februar, 2010
Ab Morgen bin ich auf meinem ersten BarCamp in Klagenfurt. Was das ist, kann man in dieser sehr lebhaften Beschreibung nachlesen (EDIT: Nur mehr im GoogleCache hier). Read the rest of this entry »
„Verhütung ist Frauensache, Orgasmus Männersache“ – wegen diesem provo- kanten Slogan schaute ich hin und griff zu und mittlerweile bin ich froh darüber. Die Broschüre „Mein Körper, meine Lust“ weist auf eine Thematik hin, die totgeschwiegen und verfälscht darge- stellt wird. Weibliche Sexualität wird nie sachlich und offen Behandelt. Weder Schule, noch Hollywood, Pornos oder Bravo beantworten die Fragen. Und am Ende leiden die Meisten darunter. Read the rest of this entry »
Posted by Armin Soyka on Mittwoch, 13 Januar, 2010
“Die österreichische Bundesschülervertretung vertritt die Anliegen von 1,2 Millionen Schülerinnen und Schülern nach außen. Um neue Ideen zu finden und gemeinsam zu diskutieren findet vom 22.-24. Jänner das Österreichische Schülerparlament statt.” Was das ist? Na dazu muss man die ganzen Strukturen der Österreichischen Schülervertretung verstehen. Read the rest of this entry »
Posted by Armin Soyka on Samstag, 26 Dezember, 2009
Je mehr Festtage an mich herangetragen werden, desto nachdenklicher werde ich. Das war letztes Weihnachten so, mein Geburtstag verunsicherte mich genauso wie X-mas in diesem Jahr und ich frage mich: »Welches Weihnachten will ich?« oder eigentlich »Welches Weihnachten wollen wir?« Feste und Weihnachten im Speziellen erzeugen in mir ein unwohles Gefühl, der Ursache bin ich noch auf der Spur. Read the rest of this entry »
Posted by Armin Soyka on Mittwoch, 16 Dezember, 2009
Vor langer langer Zeit habe ich einmal geschrieben Medienmix ist Bloggersache. Dieser Meinung bin ich immer noch. Bisher habe ich das nur passiv gemacht – mich via RSS-Feed, Twitter oder Facebook füttern lassen (und ab und zu auch weiter gezwitschert oder verlinkt). So habe ich eine Menge spannedes Zeug kennen gelernt. Hier möchte ich (täglich?) auch die Artikel, die ich an dem Tag gelesen habe zusammenfassen und verlinken. Read the rest of this entry »
Posted by Armin Soyka on Mittwoch, 9 Dezember, 2009
Heute ein weiterer Lichtblick. Ab und zu schaue ich in den ersten Klassen vorbei, weil ich es wichtig finde, dass die sich wohl fühlen. Da erzählt mir eine Zwölfjährige, dass sie nach Buenos Aires übersiedelt, weil ihre Mutter dort einen Job gefunden hat. Und bevor ich noch beginnen kann, Fragen zu stellen, schreit eine Mitschülerin auf: »Ist das in Albanien?« Und die Schnatterei beginnt. »Nein, das ist in Argentinien.« »Woher soll ich das denn wissen?« »Wo liegt Argentinien?« Die Spannung ist da. Read the rest of this entry »
Posted by Armin Soyka on Sonntag, 22 November, 2009
Ich komme zurück vom Zukunftskongress und bin überwältigt. Ich bin erfüllt mit Zuversicht, Hoffnung und Tatendrang. Undnein, ichbinnichtalleine! Diese rund 12 Stunden intensive Auseinandersetzung mit den Grünen, den Ideen und den vielen neuen Gesichtern vor Ort haben mir Kraft gegeben und endgültig JEDEN Zweifel zerstreut. Meine Energie ist hier gut angelegt. Heute ging es den Grünen, die aus ganz Österreich nach Wien strömten, darum die Zukunft zu diskutieren. Read the rest of this entry »
Bildung ist die Grundlage unseres Wohlstandes, Kreativität die Währung des 21. Jahrhunderts und PädagogInnen der einzige Weg beides zu erreichen. Guter Unterricht steht und fällt mit dem Lehrpersonal. ProfessorInnen, KleinkindpädagogInnen und LehrerInnen müssen natürlich über fachliches Wissen verfügen, aber in Wirklichkeit geht es um das gewisse Etwas. Begeisterung, Freude an der Arbeit, Verständnis für Jugendliche oder die Überzeugung etwas Wichtiges zur gesellschaftlichen Entwicklung beizutragen sind nur einige Aspekte dieses gewissen Etwas. Dieses gewisse Etwas haben viele ProfessorInnen. Einige leider auch nicht. Natürlich spielt auch immer persönliche Sympathie dazwischen, aber man kann schon sagen, es gibt solche und solche. Wie man dieses gewisse Etwas fördern kann, möchte ich hier jetzt nicht besprechen, auch wenn ich dazu einige Ideen habe (Ausbildung, Freiheiten, Autonomie, Anstellung,…). Hier möchte ich ein Beispiel bringen für dieses gewisse Etwas:
Letzten Monat behandelten wir im Deutschunterricht die Thematik des Generationenkonflikts. Zuerst lasen wir einen Profilartikel zu dem Thema, dann einen Kommentar von Andreas Khol und eine Anwort von Profiljournalist Gernot Bauer. Wir diskutierten zwei Stunden lang über den Generationenkonfikt, den Generationenvertrag und Themen wie Verantwortung, Zukunft und Macht, besprachen den Artikel durch und bekamen dann eine Hausaufgabe zu dem Thema. Die genaue Aufgabenstellung unten.
Das Nachrichtenmagazin profil widmete in der Ausgabe 35/2009 vom 24.08.2009 die Titelgeschichte dem Thema Generationenvertrag.
Zusammenfassung des Artikels / Zitate:
Die graue Gefahr
„Soziales. Alt, aber gierig: Eine maßlose Kaste von Frühpensionisten und Langzeitrentnern bricht am Höhepunkt der Wirtschaftskrise den Generationenvertrag und stiehlt der Jugend die Zukunft. Die Politik kapituliert vor der Macht der Alten.“
Die Pensionistenvertreter von SPÖ (Karl Blecha) und ÖVP (Andreas Khol) fordern eine Pensionserhöhung für 2010 von 2%. Sie berufen sich auf den monatlich ermittelten Preisindex für Pensionistenhaushalte (PIPH), der anders berechnet wird als der normale Preisindex und mit 2% Inflation für Pensionisten rechnet, während der normale Index nur 1,5% Preissteigerung vorsieht. Eine 2%ige Pensionserhöhung würde 200 Mio € jährlich kosten.
Noch vor dem Ausbruch der Wirtschaftskrise warnte der ehemalige deutsche Bundespräsident Roman Herzog (75) vor einer „Rentnerdemokratie, in der die Älteren die Jüngeren ausplündern würden“. Im profil heißt es: „Im Jahr 2009 mit rasant anziehenden Arbeitslosenquoten erhält Herzogs prognostizierte Gerontokratie kleptokratische Züge, wenn die Alten ihre fantasierten wohlerworbenen Rechte verteidigen, welche die Jungen kaum mehr finanzieren können. Rund 13 Milliarden Euro muss der Bund allein 2009 für Pensionszahlungen (…) berappen, mehr, als er für Schulen und Universitäten ausgibt. Der angesichts leerer Staatskassen absehbare Verteilungskampf wird so zum unlauteren Wettbewerb und der viel umjubelte Generationenvertrag – Junge erhalten Alte – sittenwidrig. Und die Politik? Hat vor der Macht der Alten längst kapituliert.“
Hintergrund seien demografische Entwicklungen, die man seit langem kenne (und ignoriere?). Immer weniger Junge müssten immer mehr Alte erhalten. Die Bevölkerung werde immer älter. Früher sei argumentiert worden, dass man der Trümmergeneration (jenen, die Österreich nach 1945 wiederaufgebaut haben) Pensionen nicht streitig machen dürfe („wohlerworbene Rechte“). Jene, die heute in Pension gehen, seien aber nach dem Krieg geboren und seien zur Zeit des Wirtschaftswunders groß geworden. „Der lange Lebensabend der Golden Girls und Boys wäre an sich begrüßenswert – wenn die Arbeitszeit mit der steigenden Lebenserwartung Schritt halten würde.“ Doch in Wahrheit sinkt das Pensionsantrittsalter trotz der Pensionsreformen der letzten Jahre. Auch heuer wird es weiter sinken, Österreich könnte sich mit Frankreich „den Titel des Frühpensionsweltmeisters“ sichern. profil zitiert den Generaldirektor der Pensionsversicherungsanstalt Winfried Pinggera: „Wenn nicht länger gearbeitet wird, verändert sich die Pension zu einer Mindestsicherung mit Minipension. Und dann werden sich die Jungen zu Recht fragen, wozu sie Versicherungsbeiträge bezahlen.“ Das gesetzliche Pensionsalter liegt bei 65 (Männer) und 60 (Frauen) Jahren. Derzeit trete aber nicht einmal die Hälfte der Neorentner eine Regelpension an. Es gebe viele „Schlupflöcher“ und andere Regelungen, die einen anderen Effekt erzielen als ursprünglich beabsichtigt oder von der Politik angekündigt. („Hacklerregelung“, „Invaliditätspension“). Das Pensionsgesetz sei ein Gesetz mit unzähligen Novellen. Basis ist das Umlageverfahren nach dem Versicherungsprinzip (Generationenvertrag), d.h. dass jeder Erwerbstätige neben Steuern und Sozial- und Arbeitslosenversicherungsbeiträgen auch Pensionsversicherungsbeiträge zahlt. Da die so lukrierten Gelder nicht reichen, muss der Bund jährlich Zuschüsse aus Steuereinnahmen leisten, um die Pensionen auszahlen zu können. Sozialforscher Bernd Marin erklärt: „Der Sinn eines Wohlfahrtsstaates kann ja nicht sein, dass ihn eine Generation mit ins Grab nimmt. Wenn wir so weitermachen, ist das Pensionssystem wie ein Pyramidenspiel, bei dem für die jeweils nächste Generation immer weniger überbleibt. Menschen, die nach 1970 geboren sind, könnten im Vergleich zur Nachkriegsgeneration nicht einmal die Hälfte des Gegenwertes ihrer Beiträge herausbekommen.“ Einige Gruppen seien vom derzeitigen System besonders begünstigt, so zum Beispiel Beamte und Bauern. Die Pensionistenvertreter der SPÖ und ÖVP hätten parteiintern großes Gewicht, was vor allem daran liege, dass die Pensionisten einen überdurchschnittlich großen Anteil der Wähler dieser beiden Parteien stellten. „Bei den Nationalratswahlen 2008 waren rund ein Drittel der 6,3 Millionen Wahlberechtigten über 60 Jahre alt.“
HAUSÜBUNG bis …
Diskutiere einige der in den beiden Artikeln aus dem profil vorgebrachten Thesen und Argumente zum Thema Generationenkonflikt. Gehe dabei auf folgende Fragen ein!
Wie sehr betrifft und interessiert dich das Thema?
Hältst du die Diskussion in dieser Form für angebracht?
Wie definierst du die beiderseitige Verantwortung von Jungen und Alten? Geht es dabei hauptsächlich / nur / im Grunde nicht … um Geld?
Wie siehst du die Entwicklung unserer Gesellschaft und deine Rolle in ihr in diesem Zusammenhang?
Siehst du optimistisch, gleichgültig oder pessimistisch in die Zukunft?
Tipps:
Überlege dir, auf welche Aspekte du schwerpunktmäßig eingehen willst. Du kannst nicht alles umfassend behandeln.
Überlege dir einen interessanten Einstieg in das Thema!
Mach deinen persönlichen Bezug mit Beispielen aus deinem Leben, deinem Umfeld und deinen Erfahrungen deutlich!
Achte auf eine überzeugende Argumentation und untermauere mit Beispielen und Belegen deine Thesen und Argumente!
Vergiss bei wörtlichen Zitaten die Anführungszeichen nicht, verwende bei indirekten Zitaten den Konjunktiv!
Achte auf einen sinnvollen Aufbau (zuerst Ideen sammeln und ordnen) und eine erkennbare Gliederung (Absätze)!
Versuche nicht vom zentralen Thema (Generationenvertrag und -konflikt) abzukommen!
Am Ende soll ein abrundender Schluss stehen und kein Einzelaspekt.
Vergiss nicht, deinem Text einen guten Titel zu geben!
Überarbeite deinen Text gewissenhaft auch in sprachlicher Hinsicht (am besten mit einem gewissen zeitlichen Abstand zur Entstehung)!
Bei am Computer verfassten Arbeiten bitte um eine gut leserliche 14er-Schrift und mindestens eineinhalbfachen Zeilenabstand sowie Korrekturrand
Hat jemand das gewisse Etwas bemerkt?
Nachtrag. Ich bin soeben auf dieses Video gestoßen. Auch die hier gezeigte Schule verkörpert das gewisse Etwas!
Gibt es etwas anderes als lächelnde Menschen? Menschen, die sich gebraucht und gewollt, nützlich und stark fühlen? Menschen, die an etwas glauben und dafür einstehen, ihre Ideen einbringen und gehört werden? Gibt es etwas Schöneres als eine große Vision? Gibt es etwas Schöneres, als wenn alle mithelfen? Gibt es etwas Schöneres als eine Audimaxbesetzung? Ich habe die letzten 9 Stunden im Audimax zugebracht und kann gar nicht zusammenfassen, was ich heute alles erlebt habe.
Aber hier ist etwas im Entstehen. Etwas Großes. Optimismus, Aktivismus und Engagement greifen um sich, das System wächst schnell. Das Chaos strukturiert sich. Es wird diskutiert. Es wird analysiert. Und es wird gelernt. Die Entwicklung, die sich in dieser Unternehmung in den letzten 100 Stunden abgespielt hat, ist unbeschreiblich. Das Erfolgsgeheimnis? Hier wird gelächelt. Hier fühlt sich jeder wohl. Es gibt ein Ziel. Und die Gruppe hält zusammen. Sie steht für einander ein und arbeitet hart, um ihre Ziele zu erreichen. Um die armen verwirrten Schafe, die noch immer denken, es ginge um Vandalismus oder Blockaden, aufzuklären, hier der letzter Stand der Forderungen:
1) Bildung statt Ausbildung
Bildung für eine mündige Gesellschaft und nicht bloße Ausbildung nach wirschaftlicher Verwertbarkeit! Unser Ziel ist die Möglichkeit eines freien, selbstbestimmten Studiums für Alle! Wir wollen keine Verschulung der Studienpläne! Daher fordern wir eine grundlegende Überarbeitung des BA/MA Systems.
Wir fordern:
Schluss mit den STEPs als versteckte Zugangsbeschränkungen. Die STEP als eine tatsächliche Orientierungsphase statt als Selektionsinstrument durch Knock-Out Prüfungen.
Freie Gestaltung des Studiums – Schluss mit der unnötigen Verzögerung durch Voraussetzungsketten
Freie Wahlfächer statt Erweiterungscurricula
Weg mit den intransparenten Anmeldesystemen
Freie Master und PhD Zugänge
Gewährleistung der Beendigung des begonnenen Studienplans (z.B. Diplom). Dazu bedarf es eines entsprechenden Lehrangebots und fixer Äquivalenzlisten sowie der bestehenden Übergangsfristen.
Aufrechterhaltung der noch bestehenden Diplomstudiengänge
Gewährleistung der Anrechenbarkeit von LVs und Abschlüssen im In- und Ausland
2) Freier Hochschulzugang
Freie Studienplätze für Alle und Abschaffung der Studiengebühren, auch für nicht-EU-BürgerInnen und Langzeitstudierende. Die Sicherstellung eines angemessenen Lehrangebots und die Qualität der Lehre darf nicht durch Zugangsbeschränkungen erwirkt werden. Freier Hochschulzugang und qualitativ hochwertige Lehre sind kein Widerspruch! Es gibt nicht zu viele Studierende sondern nur zu wenige Studienplätze!
3) Demokratisierung der Universitäten
Unser Ziel ist die demokratische Organisation der Universitäten. Dazu gehört eine Demokratisierung der Verwaltung in einer Form, die ProfessorInnen, Studierende, das wissenschaftliche und das nicht wissenschaftliche Personal gleichberechtigt an der Entscheidungsbildung beteiligt.
Wir fordern:
Neuverteilung der Stimmrechte im Senat mit dem Ziel einer echten Demokratisierung zum Beispiel nach dem Prinzip der Viertel-Parität
Keine Studienplanänderungen ohne Mitbestimmung der Studierenden
Einführung demokratischer Entscheidungsstrukturen auf allen Ebenen
Transparente Entscheidungsfindungsprozesse müssen auf allen Ebenen etabliert werden
Anti-Diskriminierung als Grundkonsens in allen universitären Bereichen
Ersatzlose Abschaffung des Universitätsrates
Auflösung des Top-Down Prinzips
Rücknahme der ÖH Wahlrechtsreform 2004 – Wiedereinführung des Direktwahlmodus bei ÖH Wahlen
Studentische Räume müssen geschützt werden
4) Ausfinanzierung der Universitäten
Transparenz bei der Finanzierung von Forschung und Lehre
Mitbestimmung bei der Mittelverwendung an Universitäten
Abschaffung aller noch bestehenden Studiengebühren, auch für nicht-EU-BürgerInnen und Langzeitstudierende
Finanzielle Absicherung der Studierenden
Wiedereinführung der StudentInnenfreifahrt
Aufhebung aller finanziellen Zugangsbarrieren im Bildungsbereich
Dass etwas weitergeht, kann man spüren. Aber man kann es auch sehen. Mittlerweile gibt es 48 Arbeitsgruppen zu allen relevanten Themen: von Presse, Abendgestaltung und Moderation über SchülerInnen, Technik und Resourcen, zu Volksküche, Forderungen und Rechtsinformation, in denen über 400 Menschen Tag für Tag (stundenlang) diskutieren und ihre Resultate im Plenum vorstellen, diskutieren und abstimmen. Webseite und Livestream wurden binnen Stunden auf die Beine gestellt und erfreuen sich großer Beliebtheit (die Webseite wurde innerhalb von 20 Stunden über 30.000 mal besucht, im Livestream folgen etwa 1.000 (!!!) Menschen dem Geschehen). Auch in Twitter dominiert das Thema: #unibrennt und #audimax sind auf Platz 1 und 2 der deutschen Twittercharts. Auch die Facebookgruppe wird wohl heute Nacht noch die 8.000 Mitgliedermarke knacken. Eine spannende und soweit ich beurteilen kann wichtige und richtige Analyse liefert Philipp Sonderegger.
Hier noch eine Kostprobe, wie es um Stimmung und Motivation bestellt ist.
Hier ist etwas im Entstehen und ich bin nicht sicher, ob ich die nächste Woche nicht lieber auf der Uni anstatt in Venedig verbringen würde. Ganz ehrlich!
Jetzt muss ich schnell ins Bett, damit ich morgen für das Plenum um 11 Uhr fit bin! Gute Nacht!
Achja, und alle die nicht kommen sind ganz ehrlich selber schuld. Pech gehabt. Flaschenpost vorbeigeschwommen.