orf tv-thek on mac os x

Freitag, Mai 7, 2010 Autor: Armin Soyka

Öfters wollte ich schon über technische Dinge schreiben. Dinge, die ich ausprobiert habe und nützlich finde. Jetzt tue ichs endlich. Ich habe seit etwa zwei Monaten ein mac book pro (ja, ich bin sehr zufrieden!). Etwas, das mich aber von Anfang an geärgert hat, war, dass man keine orf tv-thek Beiträge anschauen kann. Wenn man einen Beitrag anklickt komt diese Fehlermeldung:

Bitte installieren Sie das Windows Media Player Plugin, um dieses Video anzuschauen, oder laden Sie die Abspielliste direkt herunter und öffnen sie in Ihrem Mediaplayer.

Der Versuch das empfohlene Windows Plugin zu installieren blieb es bei einem Versuch (mühsam, Windowsseite ist furchtbar unübersichtlich, nicht kompatibel). Auch eine schnelle Googelanfrage brachte keine Lösung gebracht. Auch die ORF TVthek FAQs waren nutzlos, da QuickTime Player zusätzliche Codecs braucht um die TVthek Formate abzuspielen und das empfohlene Flip4Mac Plugin kostenplichtig ist. Also habe ich einfach auf die – eigentlich sehr nützliche Anwendung – verzichtet. Das nervt mit der Zeit, deswegen hier meine Lösung. Es muss nicht die einzige sein. Aber für mich funktioniert sie bisher einwandfrei (sowohl Livestream als auch Beiträge nachschauen). So gehts:

Beiträge anschauen:

  1. VLC media player (freeware) herunterladen und installieren: offizielle Webseite | chip.de
  2. Auf http://tvthek.orf.at/ gehen und gewünschten Beitrag auswählen.
  3. Rechtsklick auf Abspiellistedirekt herunterladen.
  4. Adresse des Links kopieren (je nach Browser gibt es unterschiedliche Bezeichnungen)
  5. (Ihr solltet nun eine ewiglange URL mit der Endung .asx im Zwischenspeicher haben.)
  6. VLC media player öffnen.
  7. Auf Ablage >> Netzwerk öffnen klicken (Shortcut: ?N).
  8. URL aus dem Zwischenspeicher in das Feld URL kopieren und auf öffnen klicken.
  9. Nun sollte der gewünschte Beitrag nach kurzer Bufferzeit im VLC media player abgespielt werden.

TV-THEK Livestream anschauen:

  1. VLC media player (freeware) herunterladen und installieren: offizielle Webseitechip.de
  2. Auf http://tvthek.orf.at/ gehen und unter LIVE die gewünschte Sendung auswählen.
  3. Auf Abspielliste direkt herunterladen klicken.
  4. Nun sollte der Livestream automatisch im VLC media Player abgespielt werden.

Tipps:

  • Sehr nützlich ist die Funktion des VLC Players bestimmte Fenster immer im Vordergrund zu halten (Video >> Immer im Vordergrund). Das macht Multitasking leichter und das “nebenher zib 2 schauen” deutlich angenehmer
  • Ein anderes recht nützliches Programm ist die mediathek.app. Sie durchsucht die zdfmediathek nach Beiträgen und lässt sie im QuickTime Player anschauen und als .flv herunterladen.

Soweit sogut. Fragen einfach in den Kommentaren.

Gestern wurde ich diskriminiert

Donnerstag, April 29, 2010 Autor: Armin Soyka
Gestern haben die Währinger Grünen ihre Liste für die Bezirksvertretungswahlen am 10. Oktober 2010 gewählt. Ich bin seit März Mitglied in der BG18 (Bezirksgruppe 18) und habe mich zur Wahl gestellt (ja, ich kandidiere auch für den Gemeinderat, der ebenfalls im Oktober gewählt wird).  Gestern wurde ich diskriminiert.  Und das von der Partei der Gleichberechtigung und Gerechtigung ein echtes Anliegen ist. Alle Grünen Listen werden nach dem Paritätsprinzip gewählt. Genauer beschrieben ist das in Paragraph sieben, Absatz drei der Satzungen der Grünen:
In allen gewählten Organen und Funktionen sollen zumindest 50 Prozent Frauen vertreten sein.
Das wird erreicht indem Männer und Frauen nur abwechselnd für einen Listenplatz kandidieren können. Geht der erste Listenplatz an einen Mann, muss der zweite an einen Frau gehen. Natürlich kann man argumentieren, dass Geschlecht und Politik nichts miteinander zu tun haben. Dass sich die “guten” Politikerinnen schon durchsetzen würden und Quoten überhaupt generell diskriminierend und deshalb abzulehnen seien. Nicht abzustreiten ist aber, dass Quoten Frauen Chancen erzwingen, wo sie von selbst nicht wären. Von Männern geführte Systeme bevorzugen Männer. Ohne jegliche rationale Begründung. Als Beispiel könnte man die momentane Zusammensetzung des österreichischen Parlaments heranziehen. Von 183 Abgeordneten sind lediglich 51 Frauen. Das entspricht einem Anteil von 27, 32 Prozent. Während bei der ÖVP von  51 MandatarInnen nur 12 echte Mandatarinnen sind (23,53 Prozent) und FPÖ (17,65 Prozent) und BZÖ (11,76 Prozent) den Schnitt noch weiter drücken, so sind die Frauenanteile bei den bei den beiden Fraktionen mit Frauenquoten deutlich überdurchschnittlich. Zwar verfehlt die SPÖ seit Jahren die sich selbst auferlegte Quote von 40 Prozent, aber immerhin werden 21 der 57 Mandate der SPÖ  von Frauen bekleidet (36,84 Prozent). Die Grünen, die seit ihren Anfangen das Paritätsprinzip umsetzen liegt die Quote bei genau 50 Prozent. 10 von 20 Mandaten führen Frauen aus (Quelle). Es ist unabstreitbar, dass Quoten richtig verwendet erfolgsversprechend sind und einen nachhaltigen Wandel herbeiführen können. Soweit so gut. Jetzt zu der Diskriminierung. Weiters heißt es in den Grünen Satzungen
Eine Frauenmehrheit ist durchaus zulässig und willkommen.
In die Realität übersetzt heißt das, dass zwar Männer nur auf jeden zweiten Platz kandidieren dürfen, Frauen aber auf jeden. Gestern wurde ich diskriminiert. Mir wurden Chancen verbaut. Ich (und alle anderen Männer mit mir) konnten nicht für jeden Listenplatz kandidieren. Wenn man eine 50 prozentige Frauen- (und Männer-) quote möchte, ist logisch, dass nicht jeder Kandidat (und jede Kandidatin) auf jeden Platz kandidieren kann, sondern, dass (geschlechter-)abwechselnd gewählt werden muss. Ist eine höhere Frauenquote “zulässig und willkommen”, so heißt das, dass Frauen die abwechselnde Wahlfolge unterbrechen können und auch “Männermandate” belegen können. Im Laufe der Wahl war das zu meinem Nachteil. Und wenn die Währinger Grünen bei der Wahl zehn Mandate eringen, werden davon sechs weiblich, vier männlich sein.
Ich muss sehr aufpassen, dass ich meine persönliche Enttäuschung über den (nur) 11. Listenplatz nicht mit der “positiven Diskriminierung” bei der Wahl durcheinander bringe. Denn das eine hat mit dem andern nichts zu tun. Ja, ich bin enttäuscht. Das darf auch jeder wissen. Ich hätte mir den achten oder zehnten Platz gewünscht. Aber wichtig ist mir auch, dass dieser Artikel mit meiner Enttäuschung nichts zu tun hat. Die Wahl ist geschlagen, die Liste steht und soweit ich es beurteilen kann, ist es eine gute Liste.  Gestern wurde ich diskriminiert. Mir wurden Chancen verbaut. Strukturell. Ich wurde unfair behandelt. Nicht von einem Individuum. Von einem System. Warum? Weil ich ein Zumpferl hab. Weil mir was zwischen den Beinen runter hängt. Kann ich da etwas dafür? Kann ich da etwas dagegen? Kann ich etwas dafür, dass Frauen Jahrtausende unterdrückt wurden und dass sie im 21. Jahrhundert für die selbe (oft bessere) Arbeit bis zu 30 Prozent weniger verdienen? Nein. Für all das kann ich nichts. Positive Diskriminierung ist unfair. Es ist eben Diskriminierung. Ich möchte nicht darüber diskutieren, ob “positive Diskriminierung” sinnvoll ist oder tatsächlich die Welt gerechter macht. Ich möchte nur sagen, dass “positive Diskriminierung” weh tut. Anders behandelt zu werden, als die anderen, weil man im Rollstuhl sitzt, weniger Chancen zu bekommen, weil man schwarze, gelbe oder weiße Haut hat, weniger zu verdienen, weil man eine Frau ist oder verfolgt zu werden, weil man schwul ist, ist nicht schön. Ist nicht fair.
Ich gehöre keiner diskriminierten Gruppe an. Ich bin männlich, weiß, reich, gebildet, gesund, hetero und jung. Ich kann das bisschen “positive Diskriminierung” aushalten. Aber gestern hat mich an eines erinnert. Diskriminierung tut weh. Sie schmerzt. Wir sollten besser darauf achten, wem wir weh tun. Nicht nur mit Taten. Auch Worte können Waffen sein.
Gestern wurde ich diskriminiert. Mir wurden Chancen verbaut. Strukturell. Strukturelle Diskriminierung ist scheiße. Bekämpfen wir sie. Achten wir auf unsere Umwelt. Passen wir auf unsere Mitmenschen auf!

Die drei Ewigkeiten

Mittwoch, April 28, 2010 Autor: Armin Soyka

Manchmal gehts im Leben schneller als man denkt. Gefühlte drei Ewigkeiten ist es her, seit ich das letzte mal geschrieben habe. Nicht irgendwas kopiert. Etwas kommentiert. Was gesagt. Nein. Seit ich das letzte Mal geschrieben habe. Drei Ewigkeiten ist eine lange Zeit. Es hat mir gefehlt. Jeden Tag gibt es vier, fünf, manchmal sechs Dinge, zu denen ich etwas zu sagen hätte. Aber ich komme nicht dazu. So viel um die Ohren. Die Matura kommt immer näher und will dann doch, dass man etwas für sie macht. Die Schule ist aber nur eine Baustelle. Die Politik eine andere. Ich habe es immer wieder gesagt. Die Partei, die es als erstes versteht Menschen einzubeziehen, offen und ehrlich zu sein. Die Mut zu Fehlern und Stärke im Umgang mit Kritik beweist, das ist die Partei, die wieder wachsen wird. Wähler sind die Belohnung für Begeisterung. Ich will, dass die Grünen das umsetzen. Da arbeite ich intensiv daran. Und dann ist da noch meine Freundin, mit der ich seit fast vier Monaten  Tag für Tag genieße. Vier Monate mögen kurz klingen. Aber es fühlt sich an wie drei Ewigkeiten. Drei gute Ewigkeiten. Etwa die drei Ewigkeiten, seit denen ich nicht mehr geschrieben habe. Schule, Politik, Partnerschaft und Blog sind viel. Aber alle vier Dinge sind mir wichtig. Ich komme auch nur mehr selten zum Bloglesen. Twitter ist in den letzten Monaten genauso abgemeldet gewesen wie Facebook. Alles ist zu viel. Aber alles ist mir wichtig. Überall lerne ich etwas neues, es ist spannend und hat mit vielen tollen Menschen zu tun. Deswegen möchte ich mir wieder mehr Zeit dafür nehmen. Facebook nutze ich seit rund einer Woche wieder (intensiver). Mit Diskussionen und so. Es braucht nicht viel Zeit. Man muss nur dran denken und es tun. Jetzt wird der Blog reaktiviert. Ich möchte nichts versprechen. Aber ich will versuchen wieder mehr zu schreiben. Ich habe eine Liste mit über 20 Themen über die ich eigentlich gerne gebloggt hätte. Ich werde sie nicht aufarbeiten. Aber ich werde versuchen keine neue Liste anzulegen, sondern einfach zu schreiben. Ich werde weniger auf die Form achten. Die schönen Bilder am Anfang weglassen. Und am Schluss mehr Zeit für die Worte aufwenden. Für die Gedanken die dahinter stehen. Ich weiß nicht, wie gut es klappen wird. Aber ich weiß, es hat mir gefehlt. Deswegen wird es zumindest irgendwie gehen müssen. Und das ist gut so. Ich freue mich darauf.

Verantwortung die Glücklich mach.

Mittwoch, März 3, 2010 Autor: Armin Soyka

Vor über einem Jahr schrieb ich einen Text mit dem Namen “Warum Verantwortung (nicht un-) glücklich und weise macht.” Heute musste ich wieder an ihn denken. Veröffentlicht habe ich ihn nie. Auf meiner Webseite mehrfach angekündigt. Aber die to do Listen wurden immer länger und länger. Irgendwo im Hinterkopf war er noch. Und jetzt ist er wieder vorne. Warum ich nach über 200 Tagen der Verdrängung wieder dran denke? Die liebe Pia wieß mich auf einen Artikel im Qualitätsmedium “heute” hin. Diese zitieren den deutschen online spiegel, welche einen Londoner Experten zitieren, der herausgefunden haben soll, dass “die Linken” einen höheren IQ hätten. Den schon mehrfachen versprochenen Text über die Links-rechts-dumpfsinn-einteilung werde ich hier nicht nachreichen, aber ein bisschen über meinen damaligen Artikel und die jeztigen Thesen schreiben. Lust auf mehr? Klick mich »

Flucht vor dem Leben? Ganz ok.

Dienstag, März 2, 2010 Autor: Armin Soyka
Ich fliehe vor meinem Leben. Es ist alles so langweilig. Ich halte das nicht mehr aus. In Wahrheit will ich Drachen jagen und ein Held sein, wie Eragon. Ich bekomme zu wenig Aufmerksamkeit, ich wünsche mir einmal der Held zu sein. Ich möchte das ganze Übel besiegen und nur einmal in meinem Leben im Mittelpunkt stehen. Lust auf mehr? Klick mich »